19.05.09

Dipietsch, Mehden und Pörpel

Mein musikalisches Leben verläuft hin und wieder in Phasen. In den letzten Wochen hatte ich zuerst eine Depeche Mode-Phase, dann eine mit Iron Maiden und aktuell eine mit Deep Purple.

Depeche Mode fand ich immer ganz gut, aber ich bin nie über die Music For The Masses und die Violator hinausgekommen. Die beiden hatte ich damals auf Vinyl und habe sie vermutlich immer noch, aber die schlummern irgendwo bei meinen Eltern im Schrank. Wrong, die erste Single vom neuen Album, hat mich wieder angefixt. In kurzer Abfolge habe ich mir die beiden erwähnten Klassiker gekauft, außerdem Black Celebration (weil da Stripped drauf ist) und das neue Album Sounds Of The Universe. Dieses ist ziemlich durchwachsen, ein paar gute Songs, ein paar schwächere und plätschert generell ziemlich energielos vor sich hin. Naja. "Dipietsch" übrigen haben wir die Band früher immer in der Schule genannt - eine bewusst falsche englische Aussprache.

Maidööönn! Habe mein Archiv dann inzwischen auf vier der klassischen Alben aus den 80ern ausgebaut. Kann man nichts mit falsch machen. Auf der anderen Seite sind Iron Maiden aber eh wie AC/DC - hast du eine Platte, kennst du alle. Die Unterschiede sind doch marginal. Seventh Son Of A Seventh Son ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass eine Platte nicht nur aus Songs besteht, sondern auch der Produktionsaspekt wichtig ist. Die Songs auf der Scheibe sind allesamt klasse, aber diese poppige Produktion nimmt ihnen irgendwie den Wind aus den Segeln.

Und aktuell Deep Purple. Kürzlich habe ich die Biographie Deep Purple - Die Geschichte einer Band gelesen, von Jürgen Roth und Michael Sailer. Kurzum: Die beste Biographie, die mir bisher unter die Augen gekommen ist, knallhart subjektiv, mit amüsanten Anekdoten und sehr umfangreich. Besonders dieser subjektive Aspekt wird viele Leute stören, ich fand's super. Dieses Buch hat mich jedenfalls dazu verleitet, dass ich mir auf einen Schlag vier Alben von Purple geordert habe, die ich noch nicht hatte. Bei diesen günstigen Importläden im Ausland selbstverständlich. Hach... ich hätte meine Jugend so gerne in den späten 60ern und dann den 70ern verbracht.

geschrieben von olsen ( Molluske ) :: Kommentare (1) :: Permalink :: Trackbacks (0)

deep purple

die biographie hab ich auch gelesen...macht vor allem bis zu mark2 spaß, irgendwann flaut´s dann etwas ab.
1967/68 hätte man musik machen müssen!

Kommentar von Riojadreaming (21.05.2009 15:13)

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