04.05.09
Gesammelte Werke (19)
Machuca
Premiere für mich: Einen Film aus Chile hatte ich bisher auch noch nie gesehen. "Machuca" kann sich leider nicht entscheiden, ob er eine einfache Geschichte ber zwei Jungen oder lieber politisches Historienkino sein möchte. Letzteres funktioniert leider nicht - und so hängt das ganze Ding ziemlich in der Luft. Das Ende ist zudem unnötig deprimierend. Hinzu kommt ein dilletantischer Kameramann und ein paar Schauspieler, die sich lieber nicht so nennen sollten... alles sehr durchwachsen.
6/10
Wonder Boys
Filme mit dieser Stimmung mag ich. Leicht intellektuell angehaucht, melancholischer Grundton, aber doch fröhlich und mit dieser "jeder bekommt sein Zeug irgendwann auf die Reih"-Aussage. Michael Douglas als etwas aus der Bahn geratener Literaturprofessor ist köstlich, auch der Rest der Besetzung überzeugt. Schönes Ding.
8/10
Take The Money And Run
Ein ganz alter Woody Allen-Streifen, ich glaube, sein erster richtiger. Wie immer zu der Zeit viel Slapstick und Anarcho-Gags, die teilweise improvisiert scheinen. Den Dialogen wird noch deutlich weniger Raum eingeräumt als später. Trotzdem schon gut in Form!
8/10
Walk The Line
Hat mir beim zweiten Sehen noch eine Ecke besser gefallen. Den Schluss finde ich nachwievor etwas abrupt, aber gut, machse nix. Warum Joaquin Phoenix den Oscar nicht gewonnen hat, ist mir schleierhaft. Wenn sie schon Reese Witherspoon einen in die Hand drücken für ihre routinierte Darstellung...
8/10
Robocop
Danke, Criterion Collection. Dank euch konnte ich den Film erstmals komplett ungeschnitten sehen - und, heidewitzka, da geht's ja ganz schön matschig zur Sache zwischendurch. Zum Film selbst: Der ist in Würde gealtert und geht immer noch sehr gut. Wie immer bei Paul Verhoeven ist das mehr als ein Action-/Unterhaltungsfilm, die satirischen und sozialkritischen Elemente sind recht deutlich. Passt!
8/10
walk the line
arrrghhh!!!
Nach den ganzen tollen Kritiken hab ich den Film auch gesehen. Fand ihn auch ganz o.k. - bis zum Ende. Der Heiratsantrag auf der Bühne - da hab ich echt ins Kissen gebissen. What a Bulshit!
So viel Hollywood ertrag ich einfach nicht - kann ich machen, was ich will - es geht nicht! Und schon gar nicht, wenn so etwas pseudo-biografisch daherkommt.
Würde da eher den Woody Guthrie Film "This Land is my Land" von "Harold and Maude"- Regisseur Hal Ashby empfehlen. Guthrie war halt auch der beudeutendere Songwriter, zudem kommt der Film ohne albernen Schmalz-Pathos aus.
Auch Machuca hat mir da deutlich besser gefallen. Aber mit Chilenen konnte ich auch schon immer mehr anfangen als mit Us-Amis. Die Chilenen machen ja auch definitiv bessere Musik.;-)
@ ruski:
Woody Guthrie, muss ich ehrlich zugeben, kann ich von der Stimme her nicht ertragen.
Was den Cash angeht: Hat er ihr also nicht auf der Bühne den zwölfundreißigsten Heiratsantrag gemacht? Na, ich werde in Kürze eh die Autobiographie lesen, schauen wir mal, was er dazu schreibt.
Ja, "Walk the Line" besser zu bewerten als "Machuca" ist schon heftig. "Wonder Boys" ist auch ein ganz toller Roman (von Michael Chabon). Zu Verhoeven: Ist "Showgirls" etwa auch sozialkritisch/satirisch (ich kenne den nicht, lese aber immer, das sei einer der schlechtesten Filme aller Zeiten)?
Ihr konntet den dilettantischen Schauspielern in "Machuca" also echt was abgewinnen? Oder diese unpassende Vermischung mit politischen Ereignissen? Respekt! Da würde ich gerne Hape Kerkeling zitieren: "Dann unterstelle ich Ihnen, dass da der intellektuelle Zugang fehlt". ;-)
"Showgirls" habe ich mal vor Ewigkeiten gesehen. Der Film ist ironisch bis ins Mark, versteht bloß keiner.
@ ruski: Ich weiß nicht, was da mit den Kommentaren im Moment los ist. Einmal abschicken reicht jedenfalls, das landet dann bei mir in einem Spamfilter (der eigentlich ausgeschaltet ist) und wird dann von mir freigeschaltet.
Da kann ich Euch helfen:
Wikipedia: "Nachdem sich June Carter wegen Cashs Abhängigkeit lange geweigert hatte, ihn zu heiraten, nahm sie am 22. Februar 1968 seinen Heiratsantrag, den er ihr auf der Bühne während eines Konzertes in Ontario in Kanada machte, an. Sie heirateten am 1. März 1968 in Franklin, Kentucky."
Olsen: Ich melde mich mal auf ein Bier.
Grüße

